Crash Kurs Team Solingen

Das brennt sich ein!

Innenminister Ralf Jäger und Schulministerin Sylvia Löhrmann besuchten eine Crash Kurs Veranstaltung in der Friedrich Albert Lange Gesamtschule in Solingen.

Mehr als 200 000 Schülerinnen und Schüler erlebten bisher die Präventionskampagne der NRW-Polizei "Crash Kurs NRW. Realität erfahren. Echt hart." "Damit machen wir jungen Menschen klar, wie lebensgefährlich riskantes Verhalten im Straßenverkehr ist", erklärte Innenminister Ralf Jäger. "Wir wollen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 in NRW erreichen und sensibilisieren", betonte die Schulministerin, die an diesem Tag erstmals eine Crash Kurs Veranstaltung besuchte.

In Solingen nahmen 220 Schülerinnen und Schüler der Friedrich Albert Lange Gesamtschule (FALS) im Beisein der Minister an der Crash Kurs Veranstaltung der Wuppertaler Polizei, Feuerwehr und Notfallseelsorge teil. 

Unerbittliche Fakten   

 „Jeder, der einen blauen Punkt an seinem Sitz findet, steht bitte einmal auf" - Ulrich Schmidt,  Verkehrssicherheitsberater des Polizeipräsidiums Wuppertal in Solingen, richtet diese harmlose Bitte in seiner Ansprache an die Schülerinnen und Schüler.  

Zwei Jugendliche standen auf. "Wenn sich an dem Verhalten junger Fahrerinnen und Fahrer nichts ändert, werden in unserem Bergischen Städtedreieck in den kommenden 7 Jahren ein oder zwei junge Leute aus euerem Jahrgang durch die Folgen eines Verkehrsunfalls sterben."  Es wurde still im Saal.

Die Statistik ist unerbittlich - jeden kann es treffen. Junge Verkehrsteilnehmer im Alter von 18-24 Jahren sind als Risikogruppe bekannt. Wenn auch in den letzten 10 Jahren die Zahl der Verunglückten in Wuppertal, Remscheid und Solingen von 410 auf 358 junge Menschen sank, soll Crash Kurs NRW diesen Trend im Bergischen Städtedreieck beschleunigen. 

Mitten ins Herz      

Jeder Unfall hat seine Ursachen. Er ist kein unvermeidbares Unglück, denn es werden zuvor Regeln missachtet - mit schrecklichen Konsequenzen. Wie bei D. (23).  Der junge Mann verunglückte in Solingen mit seinen PKW und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Er war nicht angeschnallt und spätnachts mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn unterwegs. Polizeikommissarin Katrin Grastat und Tobias Karwatzki von der Solinger Feuerwehr waren die ersten Einsatzkräfte am Unfallort. Sie schilderten den Zuhörern die dramatischen Ereignisse dieser Unfallnacht. Beide mussten an diesem Tag ihr Bestes geben, um D. zu retten. Die Bilder im Kopf können sie bis heute nicht vergessen.  Oder die Geschichte von A. (18): Scheinbar sehr sachlich erzählte der Vater den Schülern, wie ihn aus heiterem Himmel die Nachricht vom schweren Unfall seiner Tochter erreichte. Die Geschichte traf alle Anwesenden mitten ins Herz. 
 

Entscheidungen

Die Veranstaltung vom18.07. in der Friedrich-Albert-Lange Gesamtschule ist Teil der landesweiten Crash Kurs Kampagne. Wir wollen alle Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufen im Bergischen Städtedreieck erreichen: 6500 junge Menschen. Jedes Jahr. Sie sollen sich selbst und gegenseitig schützen.

Deshalb schließt Ulrich Schmidt mit der Botschaft: „Die letzte Stunde haben wir gestaltet. Dabei haben wir  in bewegte Gesichter geschaut und ganz sicher viele Gedanken ausgelöst. Doch wenn hier gleich der Vorhang fällt, seid ihr dran. Jeder von euch wird täglich Entscheidungen treffen:

  • Zu wem steige ich ins Auto?
  • Wie gestalte ich den Heimweg, wenn ich Alkohol oder Drogen intus habe?
  • Greife ich während der Fahrt zum Handy?
  • Schnalle ich mich an?
  • Wie schnell fahre ich?“

„Das brennt sich ein!“ Felix (18) ist sich sicher, künftig die richtigen Entscheidungen zu treffen.  

Autor, Fotos: Klaus Theisen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,  Polizeipräsidium  Wuppertal, Telefon: 0202 284-2014

Kontakt:
Polizeipräsidium Wuppertal
Verkehrsunfallprävention
Telefon: 0202 284-9521

E-Mail: VUP.Wuppertal@polizei.nrw.de

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