Ältere Dame hält Handtasche fest

Trickdiebstahl

Trickdiebstahl und Trickbetrug trifft oft Senioren!

Opfer
Trickdiebstahl in Wohnungen trifft überwiegend ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Mit den unterschiedlichsten Maschen nutzen die Täter die Hilfsbereitschaft und das Vertrauen der Seniorinnen und Senioren aus, um diese um ihr Erspartes und ihren Familienschmuck zu bringen.
Trickdiebe sind erfinderisch. Sie denken sich immer neue Arbeitsweisen aus, die abschließend nicht aufzuzählen sind. 

Täter
Täter und Täterinnen sind überwiegend erwachsene, häufig deutsche Männer oder auch Frauen, die sich unter der Legende einer amtlichen Eigenschaft (falsche Amtspersonen, besonders Polizisten, Handwerker, Beauftragte der Hausverwaltung, der Bank, der Wasserwerke usw.) Einlass in die Wohnungen der Senioren erschleichen.

Bei den Tätern, die eine hilfebedürftige Lage vortäuschen und sich so Einlass in die Wohnung verschaffen, handelt es sich manchmal um Nichtdeutsche, häufig Frauen, aber auch Kinder und Jugendliche, die sich mit den verschiedensten Tricks Einlass in die Wohnungen ihrer Opfer verschaffen. 

Trickvarianten

Der Wasserglas -Trick
Scheinbar Hilfesuchende an der Wohnungstür fragen nach einem Glas Wasser. Sind sie erst einmal in der Wohnung, lenken sie den Wohnungsinhaber ab und suchen nach Wertgegenständen.

Papier- und Bleistift - Trick
Der oder die Täter wollen für einen angeblich nicht angetroffenen Nachbarn eine Nachricht hinterlassen, fragen nach Schreibzeug und Papier, drängen auf eine Schreibgelegenheit in der Wohnung und bitten ihr Opfer, Nachrichten aufzuschreiben. 

Blumen- oder Geschenkabgabe - Trick
Der oder die Täter wollen für einen angeblich nicht angetroffenen Nachbarn Blumen oder Geschenke abgeben. Sie drängen die Opfer, sich um die Blumen zu kümmern oder das Geschenk aufzubewahren.

Taschen - Trick
Der oder die Täter beobachten alte Leute mit schweren Einkaufstaschen, folgen ihnen bis zum Haus oder zur Wohnung und bieten sich an, die Taschen nach oben zu tragen. Sind sie erst einmal in der Wohnung, nutzen sie ihre Chance. 

Vortäuschen falscher Eigenschaften: angebliche Amtspersonen, Handwerker, Wasserwerker
Unter der Legende, zum Beispiel von den Wasserwerken oder Gaswerken zu kommen, erschleichen sich die Diebe Zutritt in die Wohnungen und Häuser. Sie lenken die Bewohner durch angebliche Überprüfungsarbeiten an Wasserleitungen, Zählern oder dergleichen ab und ermöglichen ihren Komplizen, in der Zeit unbemerkt die Wohnungen nach Diebesgut zu durchsuchen. 

Tatbegehung

All diesen Tatbegehungsweisen ist gemeinsam, dass die Täter auf jeden Fall versuchen, in die Wohnung zu gelangen und mit den Opfern alleine zu sein. Ist ihnen dies gelungen, ist es für sie nur noch ein kleiner Schritt zum Diebstahl.

Über diese Tricks hinaus gibt es auch immer wieder telefonische oder persönliche Kontaktaufnahmen zu Senioren, die spätere Geldübergaben oder Überweisungen vorbereiten. 

Trickdiebstahl auf der Straße oder Betteln an der Haustür: Spenden-, Sammler- oder Geldwechseltricks
Meistens geschehen diese Straftaten auf der Straße, aber auch an Haustüren. Die angeblich mildtätigen Sammler, häufig täuschen sie Schwerhörigkeit oder andere Behinderungen vor, nutzen jede sich bietende Gelegenheit zum Diebstahl! 

Trickbetrug in Wohnungen
Die Tatbegehungsweisen Trickdiebstahl und Trickbetrug in Wohnungen gehen oft ineinander über oder vermischen sich. Es gibt auch Fälle, in denen ältere Opfer auf der Straße angesprochen werden. Ihnen wird gelegentlich eine bestehende Bekanntschaft oder eine sonstige persönliche Vorbeziehung vorgetäuscht. In der Wohnung wird versucht den Opfern minderwertige Waren ("Blenderware" wie zum Beispiel Teppiche, Lederjacken und Unterhaltungselektronik) zu völlig überhöhten Preisen zu verkaufen. Neben dem Warenbetrug kommt es häufig, wenn sich die Gelegenheit in der Wohnung bietet, zusätzlich auch zum Diebstahl. 

Am verbreitetsten ist der sogenannte

Enkel - Trick
Trickbetrüger treten unter der Legende auf, Verwandte, zumeist Enkel oder Neffen, ihrer hochbetagten Opfer zu sein. Nach telefonischer Kontaktaufnahme, in der eine finanzielle Notlage vorgegeben wird, suchen die Täter, nun üblicherweise als Beauftrage des Enkels, die Opfer persönlich in deren Wohnung auf, um die am Telefon in Aussicht gestellte Summe in Empfang zu nehmen.
Oft wird sogar noch am Telefon ein Codewort für die Abholung vereinbart, damit das Opfer weiß, dass die geschickte Person auch wirklich im Auftrag des Enkels kommt. Gelegentlich begleiten diese Personen das Opfer zu seinem Geldinstitut, wo das Geld dann abgehoben und ausgehändigt wird. Es handelt sich überwiegend um hohe Geldsummen. 

Opfer des Trickdiebstahls und Trickbetrugs in Wohnungen sind nach polizeilicher Erfahrung überwiegend allein lebende Menschen im Alter von über 70 Jahren.
Bevorzugtes Diebesgut sind Bargeld, Schmuck und gelegentlich Sparbücher sowie kleine am Körper gut zu versteckende Wertsachen. 

Sie können sich schützen!

TIPPS der Polizei:

  • Von Amtspersonen Dienstausweis fordern und sorgfältig prüfen (sind Druck, Foto und Stempel in Ordnung?)
  • Im Zweifel vor Einlass bei der Behörde/Institution anrufen und sich vergewissern. Suchen Sie die Telefonnummer selbst heraus! Eine von dem verdächtigen Besucher genannte Telefonummer könnte zu einem Mittäter führen.
  • Nur Handwerker einlassen, die selbst bestellt oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.
  • Lassen Sie grundsätzlich gar keine Fremden in die Wohnung, wenn Sie alleine zu Hause sind
  • Besucher vor dem Öffnen der Tür ansehen (Türspion, Blick aus dem Fenster)
  • Türsprechanlage benutzen
  • Tür immer nur mit vorgelegtem Sperrbügel öffnen
  • Bei unbekannten Besuchern Nachbarn hinzuziehen oder Besucher zu späterem Termin bestellen, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist
  • Gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch wehren (laute Ansprache, Hilferuf)
  • In Notfällen rufen Sie die Polizei unter 110
  • Rufen Sie Ihren angeblichen Enkel oder dessen Verwandte unter der Ihnen bekannten Rufnummer an und fragen Sie nach der angeblichen Notlage!
  • Lassen Sie sich am besten gar nicht auf „Haustürgeschäfte“ ein! Oder bestellen Sie die Anbieter von angeblichen „Schnäppchen“ zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Sie eine Vertrauensperson hinzugezogen haben.
  • Seien Sie wachsam bei „Kaffeefahrten“, zu denen Sie eingeladen werden. Auch hier werden Sie meistens unter Druck gesetzt und kaufen minderwertige Waren zu völlig überhöhten Preisen! 
     

Sollten Sie Opfer derartiger Straftaten oder Vorbereitungshandlungen werden, so sprechen Sie darüber! Teilen Sie sich Ihren Angehörigen mit und informieren Sie die Polizei! Nur so können Sie mithelfen, weitere Straftaten zu verhindern und den Gaunern ihre Machenschaften zu erschweren! 

Scheuen Sie sich nicht, uns anzurufen! Unter der Notrufnummer 110 werden wir Ihnen gerne helfen! 

Ihre Polizei im Kreis Viersen 

Kostenlose Informationsveranstaltungen zum Thema „Sicherheit für Seniorinnen und Senioren, Schutz vor Trickdiebstahl, Haustürgeschäften und Betrug“ werden vom Kommissariat 1, Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Viersen angeboten. Kontakt unter 02162 377-0

Weitergehende Informationen zu diesen und anderen Themen im Bereich der Kriminalitätsprävention erhalten Sie hier.

 

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