Foto aus Flyer

Berufsbegleitende Fortbildung zu Deeskalationstrainern

Ein Angebot der Kreispolizeibehörde Unna in Kooperation mit dem Kreis Unna und dem KreisSportBund Unna e. V.

Gewalt unter Kindern und Jugendlichen tritt in vielfältigen und zum Teil subtilen Ausprägungen auf. Neben offener und leicht erkennbarer Gewalt sind es auch die unterschwelligen Formen der gewaltsamen Auseinandersetzungen, die Schule, Sozialarbeit, Polizei und Justiz Sorge machen.

Zielsetzung des Projektes ist:

durch die Vernetzung unterschiedlichster Institutionen für Kinder und Jugendliche eine Kultur der gewaltmindernden Konfliktbearbeitung zu etablieren. Dies bedeutet ein Zusammenwirken der Kindergärten, Schulen und außerschulischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie zwischen den sozialen Einrichtungen und den mit solchen Fragen befassten Jugendämtern, Polizei- und Verwaltungsstellen.
Weiterhin geht es um die Einbeziehung aller weiteren, auf kommunaler Ebene wirkenden Einrichtungen wie Kirchen, Sportvereine und Jugendgruppen, die selbst an einer Gewaltminderung arbeiten oder für dieses Problem aufgeschlossen sind.

Fortbildungsinhalte

◾Erkennen und Benennen von Konflikten und Gewaltsituationen
◾Grundlagen zur Klärung/Lösung von Konflikten
◾Deeskalierende Gesprächsführung in Konfliktsituationen, Deeskalationsübungen
◾Überprüfung eigener Positionen zur Gewalt, eigener Widersprüche/Aggressionspotentiale
◾Impulse und Übungen zur Thematisierung von Gewalt
◾Überprüfung und Erweiterung des Verhaltens- und Handlungsrepertoires in Stress- und Krisensituationen
◾Stressbewältigungsmethoden
◾Selbst- und Fremdwahrnehmung
◾Beratungsgespräche
◾Kollegiale Praxisberatung
◾Vorbereitung und Durchführung eines Mustertrainings
◾Konfrontative Pädagogik (Simone Kriebs)
◾Kampfesspiele (Josef Riederle)

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten und ihre Handlungs- und Methodenkompetenz im Umgang mit Gewalt optimieren wollen.
Wir erwarten von den Teilnehmer/innen Offenheit für selbsterfahrungsorientierte Lernprozesse und die Bereitschaft, die eigene Praxis im Umgang mit Gewalt im Rahmen kollegialer Feedbackprozesse kritisch zu reflektieren.

Fortbildungsverlauf

◾13 Tage Fortbildung mit
Volker Timmerhoff (Kommissariat Kriminalprävention) und
Ulrich Rentsch (pensionierter Polizeibeamter)
◾2 zweitägige Trainings bei anderen Trainingsinitiativen
◾mindestens 4 selbstständig gewählte und geleitete Gruppenabende (z. B. 18.00 Uhr – 22.00 Uhr), die der Vertiefung der erworbenen Kenntnisse durch praktische Übungen dienen sollen
◾die Vorbereitung und Durchführung eines eigenen zweitägigen Trainings mit kollegialer Begleitung, Reflexion und schriftlicher Auswertung

Der gesamte Fortbildungsverlauf besteht aus mindestens 21 ganztägigen Veranstaltungen.

Die Fortbildung endet mit der Zertifizierung der Trainer/innen am Freitag, 17.November 2017, ab 18.00 Uhr, in der Ökostation des Kreises Unna in Bergkamen.


Anmeldungen

Das Anmeldeverfahren steht fortlaufend offen. Die Anmeldung erfolgt an den KSB Unna durch Einsendung eines Bewerbungsbogens, der im Download zur Verfügung steht. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Anmeldung wird schriftlich bestätigt.

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Detaillierte Informationen und persönliche Beratung erhalten Sie beim KSB Unna.

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