Augen auf und Tasche zu!

Augen auf und Tasche zu! Langfinger sind immer unterwegs.

Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern intensiviert die Polizei ihren Kampf gegen Taschendiebe.

In vollen Geschäften und Fußgängerzonen, in Bussen und Bahnen schlagen Taschendiebe oftmals unbemerkt zu. Bewusst nutzen sie Gedränge oder führen solche Situationen herbei, zum Beispiel auf Rolltreppen oder beim Ein- und Ausstieg in öffentliche Verkehrsmittel. Offen getragene Wertgegenstände und Taschen erleichtern den Dieben die Tatausführung.


Im Jahr 2013 wurden in und um Bonn herum in 2.121 Fällen Menschen Opfer von Taschendieben. Damit liegen die Fallzahlen des Taschendiebstahls auf einem hohen Niveau, auch wenn die Bonner Polizei in den vergangenen Jahren mit einem zielgerichteten Konzept einen leichten Rückgang der Delikte erreicht hat (2011: 2.284 Fälle, 2012: 2.129 Fälle). Auch im laufenden Jahr sind die Taschendiebstähle weiterhin leicht rückläufig.

"Wir wissen, dass Opfer von Taschendieben teilweise hohe Schäden erleiden. Es bleibt nicht alleine bei dem Verlust des Bargeldes, das im Portemonnaie war. Die Wiederbeschaffung aller gestohlener Ausweise und Karten ist aufwändig und teuer. Wenn der Taschendieb anschließend mit der entwendeten Bankkarte das Konto plündert, wird der Schaden für den Bestohlenen noch größer. Wird das Smartphone erbeutet, dann gehen darin gespeicherte Kontakte, Termine, Fotos und andere persönliche Daten verloren und geraten in fremde Hände“ erläuterte die Leitende Kriminaldirektorin Gerlinde Hewer-Brösch, Leiterin der Direktion Kriminalität der Bonner Polizei.

Grund genug für die Bonner Polizei, sich an der landesweiten Aktionswoche zur Bekämpfung des Taschendiebstahls, die am Montag unter dem Motto "Augen auf und Taschen zu! Langfinger sind immer unterwegs" startete, zu beteiligen.

 

Gemeinsam gegen Taschendiebe

Unterstützt werden wir durch die Bundespolizei, die Verkehrbetriebe -darunter die Stadtwerke Bonn und die Deutsche Bahn AG- sowie durch city-marketing Bonn e.V. und Bad Godesberg Stadtmarketing e.V.


"In den kommenden Tagen wollen wir nochmals verstärkt auf die Tricks der Diebe hinweisen, die möglichen Folgen für die Opfer aufzeigen und Tipps geben, wie man sich dagegen schützen kann. Wir wollen, dass die Menschen den Taschendieben das Leben schwer machen, in dem sie ihnen keine Tatgelegenheiten bieten. Mit der tatkräftigen Unterstützung unserer Kooperationspartner warnen wir genau dort vor Taschendiebstahl, wo die Taten passieren“, so Gerlinde Hewer-Brösch.

Diese Zusammenarbeit hat sich bereits bewährt: Beim vergangenen Weihnachtsmarkt in Bonn, beim Nikolausmarkt in Bad Godesberg, bei Pützchens Markt sowie beim Bonn-Fest am letzten Wochenende hat die feste Einbindung der Bürgerinnen und Bürger über gezielte Präventionshinweise gegriffen!

"Wir wollen diesen erfolgreichen Weg gemeinsam fortführen. Fußstreifen der Polizei sprechen gezielt Passanten an, die allzu sorglos mit Handtasche und Portemonnaie umgehen. Über Durchsagen und Laufschriften in Bussen, Bahnen und Zügen, an Haltestellen und Bahnhöfen sowie über Flyer und Plakate, die dort und in den Geschäften ausgelegt werden, rücken wir mit Hilfe unserer Kooperationspartner das Thema „Taschendiebstahl“ weiter ins Bewusstsein und appellieren Augen auf und Tasche zu!“, erläuterte Gerlinde Hewer-Brösch.

 

Seien Sie wachsam

Schon einfache Verhaltensmaßnahmen sind geeignet, Taschendiebstahl zu verhindern. Daher rät die Bonner Polizei: Schützen Sie sich durch gefahrenbewussten Umgang mit Ihren Wertsachen:

  • Rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken wollen, um Sie zu bestehlen. Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten angesprochen werden - mit welchem Anliegen auch immer.

  • Tragen Sie Wertsachen und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilen Sie sie in verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung. Empfehlenswert sind auch Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel.

  • Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter dem  Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper. In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten Sie auch Rucksäcke immer verschlossen unter dem Arm tragen.

  • Verwahren Sie Wertgegenstände wie Geldbörse, Mobiltelefon und Schlüssel nicht in der Einkaufstasche, dem Einkaufskorb oder Einkaufswagen und legen Sie Ihr Portemonnaie an der Kasse nicht aus der Hand.

  • Lassen Sie Gepäck und Wertsachen nie aus den Augen. Nehmen Sie Geldbörsen, Mobiltelefone, Schlüssel usw. immer aus Kleidungsstücken, die Sie an Garderoben oder über Stuhllehnen hängen. In Restaurants oder Cafés Taschen nicht an die Stuhllehne hängen, sondern auf Ihren Schoss stellen oder auf den Boden, fixiert zwischen Ihren Füßen. Legen Sie ihr Mobiltelefon nicht offen auf den Tisch, sondern behalten Sie es in einer verschlossenen Tasche.

  • Führen Sie nur soviel an Bargeld mit, wie Sie brauchen.

Diese und weitere Hinweise zum Schutz vor Taschendiebstahl sowie Informationen zu den typischen Tricks der Diebe finden Sie im Internet unter www.nrw-gegen-taschendiebe.de

01.10.2014

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