Polizei Bonn, Auftakt zur Radfahrerkampgane

Bonner Radverkehr - sicher und fair

Der Anteil der schwerverletzten Fahrradfahrer an der Gesamtzahl der Verunglückten ist auch im vergangenen Jahr gestiegen.

In der Bonner Innenstadt hatte er sich im Jahr 2011 von 9,8% auf 16,1% deutlich erhöht. Behördenweit stieg er von 11,4% auf 15,0% an - in absoluten Zahlen (65/103) eine Steigerung um 58,5%!

In ihrem Sicherheitsprogramm hatte die Bonner Polizei bereits 2011 die Bekämpfung von  Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern als Schwerpunkt erkannt und zur Kampagne gemacht. Mit einer aufwändig gestalteten Auftaktveranstaltung am 15.04.2011 informierte die Polizei anhand eines Unfallszenarios und mit authentischem Video- und Bildmaterial über riskante Verhaltensweisen und unfallträchtige Konfliktsituationen zwischen Rad- und Autofahrern.

Der Direktionsleiter Verkehr, Polizeioberrat Jürgen Marten, erklärte: „Wir wollen damit wach rütteln, allen Verkehrsteilnehmern die möglichen Folgen von Fehlverhalten drastisch vor Augen führen und sie zum Nachdenken anregen. Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Verhaltensänderung bei den Betroffenen herbeizuführen."

Gleichzeitig soll die Kampagne für ein rücksichtsvolles Miteinander von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern werben, denn allein das Verständnis für einander kann Verkehrsunfälle verhindern.

 

Jeder zweite Unfall von Autofahrern verursacht

Weil sich die meisten Radfahrunfälle in der Bonner Innenstadt ereigneten, setzte die Polizei genau dort den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten.

Das Augenmerk richtete sich dabei aber nicht nur auf Fahrradfahrer, es wurde auch Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer gegenüber den Radlern konsequent geahndet. Etwa die Hälfte der Unfälle, bei denen Fahrradfahrer verletzt wurden, war schließlich von Autofahrern verursacht.

 

Schwerpunkte sind die Innenstädte

Mittlerweile wurden auch auffällige Unfallzahlen in zwei weiteren Stadtbezirken registriert. In Bad Godesberg verunglückten 2011 121 Radfahrer (Vorjahr 85: + 42,4%) und in Beuel 111 (Vorjahr 76: +46,1%).

Damit verunglückten insgesamt 70,5 Prozent der Radfahrer in den Bonner Innenstadtbereichen (!), was zur Ausweitung der polizeilichen Maßnahmen zwingt.

 

Verkehrssicherheitsarbeit

Die Polizei wird auch weiterhin im Rahmen der Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen einen besonderen Schwerpunkt auf das Hauptfortbewegungsmittel von Kindern und Jugendlichen legen. Neben der Fortführung unserer Radfahrausbildung in Grundschulen wird die regelmäßige Überprüfung der Räder auf ihre Verkehrssicherheit ein zentraler Bestandteil sein, insbesondere unter dem Aspekt ‚Sehen und gesehen werden’.

Radfahrende Senioren werden im Rahmen der Kooperation ‚Sicher unterwegs - ein Leben lang’ weiterhin von der Polizei betreut. Zudem soll ein neuer Flyer für mehr Aufklärung sorgen.

 

Fahrradhauptstadt (NRW)

Daneben kommt aber auch baulichen Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallhäufungsstellen sowie der weiteren Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur eine große Bedeutung zu.

Unfallhäufungsstellen, an denen Radfahrer verunglücken, werden regelmäßig im Rahmen der Arbeit in der Unfallkommission und im „Runden Tisch Radverkehr“ besprochen. Die Polizei will diese Netzwerkaktivitäten intensivieren, denn schließlich hat sich die Bundesstadt Bonn als Fahrradhauptstadt (NRW) für das Jahr 2020 beworben strebt einen deutlich höheren Radverkehrsanteil an.

 

Zum Download

PDF Icon Unser Flyer: Bonner Radverkehr - sicher und fair (Stand: Oktober 2014)

 

Ihr Ansprechpartner 

Polizeihauptkommissar
Thomas Giershausen
Telefon: 0228 15-6013
E-Mail: VFuest.Bonn@polizei.nrw.de
 
Stand: 01.06.2012
 

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