Schlaeger

Gelbe Karte

Führerscheinentzug für Schläger

Weil Mobilität für junge Leute eine hohe Bedeutung hat, kann der Führerscheinentzug wesentliche Verhaltensänderungen auslösen. Das machen sich viele Polizeibehörden zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität zu Nutze. Ab 1. Oktober 2011 gilt auch in Bielefeld Gelbe Karte und Führerschein weg  auch bei Gewalt auf der Straße ohne Auto!

Jugendlichen ist Mobilität, ist der Führerschein, ein Krad oder Auto wichtiger als vieles andere! Es ist der gefühlte Schritt, in die Unabhängigkeit ins Erwachsenensein und das neuerdings sogar schon ab 17 Jahren. Man muss nicht Psychologe sein, um zu erkennen, dass die Führerschein-Wegnahme eine echte Strafe mit Abschreckungspotential für Jugendliche und junge Erwachsene ist!

Das haben Polizeibehörden in Pforzheim, Heilbronn, Karlsruhe, Freiburg unter anderem in dem Projekt „Gelbe Karte“ gegen Gewalt wirkungsvoll genutzt. Jugendliche Randalierer, Schläger und Gewalttäter erhielten eine Verwarnung wie im Fußball: Erst die gelbe Karte und im Wiederholungsfall die Rote, sprich den Führerscheinentzug auch ohne Alkohol am Steuer. Wer zum Faustrecht greift, muss auf die Freiheit hinterm Steuer verzichten! Und das geht so:

Personalien von jungen Menschen, die wiederholt durch Gewaltexzesse und Alkoholmissbrauch auf der Straße auffallen, verwarnt die Polizei schriftlich. Im Wiederholungsfall entscheidet das Straßenverkehrsamt über ein „Medizinisch-Psychologisches Gutachten“, was feststellen soll, ob der Betroffene noch „geeignet ist ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu führen“! Stolze 400 € kostet ihn dieser sogenannte „Idiotentest“ und wenn er durchfällt, sogar den Schein! Tatsächlich kommt da der eine oder andere Gewalttäter, wenn er eine Fahrerlaubnis besitzt, ins Nachdenken und überlegt sein unbeherrschtes Auftreten im öffentlichen Raum!
Ermittler und Vorbeuger agieren dabei in enger Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt.

Gewaltkriminalität steigt

In Bielefeld ist die Gewaltkriminalität um 6 % angestiegen, Raub von 133 auf 159 Fälle und Gefährliche/Schwere Körperverletzung von 231 auf 298 Fälle. Jeder einzelne Fall hat mindestens ein, oft auch mehrere Opfer. Alles Menschen, die verletzt worden sind, die Schreck, Angst, Verluste und Schmerzen, nicht selten auch Krankenhaus und Operationen ertragen mussten. Dem begegnet die Polizei an mehreren Fronten. Mit einem Sondereinsatz in der City versucht man der Lage Herr zu werden.

Parallel greift nun das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz die guten Erfahrungen aus Süddeutschland auf und beginnt am 1.Oktober 2011 in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bielefeld ein 12-Monats Projekt „Gelbe Karte“!


Derzeit werden in den vorliegenden Anzeigen, Polizeiberichten und Vernehmungen ausgewertet, welche Verdächtigen dem Profil entsprechen und einen Führerschein besitzen oder kurz vor einer Führerschein-Prüfung stehen. Diese erhalten von der Polizei eine "gelbe Karte" in Form einer schriftlichen Verwarnung. Im Wiederholungsfall läuft der weitere Prozess dann unter Federführung der Straßenverkehrsbehörde ab. Bei der Polizei Bielefeld ist das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz in der Markgrafenstraße zuständig.

 

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