Betreuungskonzepte

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind im Vergleich mit vielen anderen Berufen hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind im Vergleich mit vielen anderen Berufen hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Manche dieser Belastungen verstärken sich auf Dauer, z. B. durch den Wechselschichtdienst oder bei der Bearbeitung von Kinderpornografie oder Todesermittlungen.

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind im Vergleich mit vielen anderen Berufen hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Manche dieser Belastungen verstärken sich auf Dauer, z. B. durch den Wechselschichtdienst oder bei der Bearbeitung von Kinderpornografie oder Todesermittlungen. Andere treffen die Beamtinnen und Beamten unerwartet, wenn sich ein vermeintlicher Routineeinsatz zu einer brisanten Lage entwickelt und in Kürze Entscheidungen mit oft gravierenden Folgen für alle Beteiligten getroffen werden müssen.

Dazu gehören Gespräche mit Menschen, die Suizid begehen wollen, das Überbringen von Todesnachrichten, der Gebrauch der Schusswaffe, Angriffe mit gegebenenfalls eigenen schweren Verletzungen, der Tod von Kolleginnen und Kollegen im Einsatz, traumatisierende Erlebnisse wie Leichenfunde, schwere Verkehrsunfälle mit Toten. All dies kann die körperliche und seelische Gesundheit der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten erheblich belasten.

Hilfe, wann immer sie nötig ist
Nach besonders belastenden Einsätzen ist kompetente Hilfe und Fürsorge notwendig. Die Polizei Nordrhein-Westfalen bietet deshalb ihren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten eine Ad-hoc-Betreuung rund um die Uhr an: Für die medizinisch-psychologische Erstbetreuung bei posttraumatischen Belastungsstörungen steht ein Team aus Polizeiärzten, Psychologen und erfahrenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bereit.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in auf Dauer psychisch besonders belastenden Bereichen arbeiten, z. B. wenn sie in Sexual- und Tötungsdelikten ermitteln, erhalten Betreuungsangebote wie Supervisionen und Coachings.

In der Polizei Nordrhein-Westfalens sind 230 Soziale Ansprechpartner/innen tätig. Das sind Beschäftigte aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen und hierarchischen Ebenen, die eine hohe soziale Akzeptanz genießen. Sie sind im Umgang mit psychosozialen Verhaltensproblemen geschult.

Darüber hinaus bieten Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer vor, während und nach Polizeieinsätzen, aber auch im Rahmen der täglichen Dienstzeit ihre besondere Hilfe in Form von Einzel- und Gruppengesprächen, Begleitung und Betreuung an.

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