Hundeführer mit Spürhund

mit tierischer Unterstützung

Die Landesreiterstaffeln, die Polizeidiensthundführer, Mantrailing-Spürhunde

Die Polizeidiensthundführer

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind in allen Kreispolizeibehörden des Landes mit speziell ausgebildeten Polizeihunden im Einsatz. In der Regel werden diese Hunde als Schutzhunde eingesetzt.  Auch unter den Diensthunden gibt es "Spezialisten"!

Das sind z.B.:

  • Rauschgiftspürhunde
  • Sprengstoffspürhunde
  • Leichenspürhunde oder
  • Geruchsspurenvergleichshunde

Diensthunde mit solchermaßen speziellen Fähigkeiten gibt es nicht in jeder Polizeibehörde. Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare, die solche "Spezialisten" auf vier Pfoten betreuen, können bei Bedarf angefordert werden.


Mantrailing-Spürhunde als Lebensretter

Die Entscheidung des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen, nach der Projektphase die Mantrailing-Spürhunde auch in die Alltagsorganisation der Polizei zu übernehmen, trägt deutliche Früchte.
 
Da hatten die Mitarbeiter der Fortbildungsstelle Diensthundwesen in Schloß Holte Stukenbrock den „richtigen Riecher". Bereits kurz nach Abschluss des Projekts „Diensthund - Man Trailing" wird das Leistungsangebot von den Polizeibehörden schon jetzt stark nachgefragt.

Gemeinsam mit Kräften einer Einsatzhundertschaft
Im Juni 2009 wurde in Arnsberg eine 75-jährige Frau, die am Vortag in Suizidabsicht ihr Wohnhaus verlassen hatte, vermisst. Durchgeführte Suchmaßnahmen - u.a. mit Hilfe eines Polizeihubschraubers - blieben erfolglos. Zur Unterstützung wurde Diensthundführer Christian Wolff mit seiner Bloodhoundhündin "Bärbel" eingesetzt. Nach der Witterungsaufnahme folgte die Diensthündin der mittlerweile 20 Stunden alten Spur der vermissten Frau bis in ein Waldgebiet. Nach zweistündiger Suche wurde die Arbeit eingestellt und das durch den Hund identifizierte Gebiet mit Hilfe einer Einsatzhundertschaft weiter durchsucht. Hier konnte die Frau nach 10 Minuten bewusstlos aber lebend aufgefunden werden.

Einsatzmittel Diensthund und Hubschrauber
In den Morgenstunden im September wurde eine 48-jährige Joggerin aus Hemer vermisst. Nachmittags nahm die Bloodhoundhündin "Bärbel" Witterung auf und folgte der Spur über mehrere Stunden bis zu einem noch teilweise betriebenen Steinbruch. Aufgrund des unwegsamen Geländes und der einbrechenden Dunkelheit wurde die Suche mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera in dem identifizierten Suchgebiet eingesetzt. Tatsächlich wurde die vermisste Frau, die unter Medikamenteneinfluss stand, gegen 23:00 Uhr noch lebend gefunden.

Kurze Suche
Nur wenige Tage später wurde in Geseke ein demenzkranker 74-jähriger Mann vermisst. Er hatte ein Seniorenheim in unbekannter Richtung verlassen. Auch hier nahm "Bärbel" die Suche auf. Bereits nach mehreren hundert Metern wurde der Vermisste in einem Graben, halb in einer Röhre liegend, unterkühlt aber noch lebend gefunden.

Trotz aller Erfolge soll aber auch daraufhin gewiesen werden, dass die Hunde keine Wunderdinge vollbringen können. Die nach der Konditionierungsmethode des "Man Trailing" ausgebildeten Diensthunde leisten wertvolle Dienste im Rahmen der Personenfahndung. Die Hundenasen liefern Sucherfolge und Ermittlungsansätze, die mit anderen Mitteln häufig nicht erreichbar sind

 

Die Landesreiterstaffeln - effektiv und kooperativ

Die Landesreiterstaffeln in Dortmund und Düsseldorf unterstützen die Kreispolizeibehörden. Der Einsatz von Polizeipferden bei Großveranstaltungen ist ein hilfreiches und wirkungsvolles Mittel, denn Pferde erzielen schon aufgrund ihrer Größe Respekt. Hinzu kommt der Einsatz in unwegsamem Gelände, zum Beispiel bei der Verfolgung von Umweltdelikten.

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die bereits langjährig in anderen Funktionen eingesetzt waren, werden mittels eines speziellen Auswahlverfahrens für diese neue Aufgabe ausgesucht, wobei reiterliches Können nur einen Teil des Anforderungskataloges darstellt.

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