Taschendieb

Prävention von Vermögens- und Eigentumskriminalität

Hier erhalten Sie Informationen und Tipps zum Schutz gegen Diebstahl, Betrug und Raub sowie sonstigen Delikten der Vermögens- und Eigentumskriminalität.

Inhalt:

Diebstahl

Trickdiebstahl/-betrug

Trickdiebstahl durch Spendensammler/Raub am Geldautomaten

Taschendiebstahl

Fahrraddiebstahl

Metalldiebstahl

Wohnungseinbruchdiebstahl

Diebstahl rund ums Kfz

Motorraddiebstahl

Betrug

Anlagebetrug

Zahlungskartenbetrug

Lastschriftbetrug und Gewinnabzocke

Falschgeld

Betrug im Internet

Elektronischer Geschäftsverkehr (E-Commerce)

Raub

Handtaschenraub

Raub am Geldautomaten/Spendensammler

Sonstige

Arzneimittelkriminalität

Unseriöse Schlüsseldienste

Unerlaubte Telefonwerbung

Zur Vermögens- und Eigentumskriminalität gehört eine Vielzahl von Delikten: Der Diebstahl in zahlreichen Varianten, der Einbruchdiebstahl sowie Raub- und Betrugsstraftaten. Die Täter sind sehr kreativ und entwickeln ständig neue Ideen, um an ihre Beute zu gelangen.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Informationen zu einigen dieser Straftaten zur Verfügung und geben Ihnen Tipps, wie Sie sich davor schützen können.

Mit einem Klick auf das jeweilige Phänomen im Inhaltverzeichnis gelangen Sie sofort zu der entsprechenden Textstelle auf dieser Seite.

 

Diebstahl                                                                                                                                    

Trickdiebstahl/-betrug zum Nachteil von Senioren

 

Trickdiebstahl durch Spendensammler/ Raub am Geldautomaten

Seit Beginn des Jahres 2012 treten in Nordrhein-Westfalen vermehrt Betrüger auf, die Sammlungen für Bedürftige vortäuschen. Die Täter sind teils männlich, häufiger weiblich und zunehmend jünger. Sie sprechen ihre Opfer in Fußgängerzonen, Außengastronomien und auf Parkplätzen aber auch in Geschäften, Büros und Supermärkten an.

Über die erschwindelten Spendenbeträge hinaus, werden die Opfer oft trickreich abgelenkt und bestohlen.

Zwischenzeitlich konzentrieren sich die Tätergruppen auf Opfer, die gerade an Geldautomaten Bargeld abheben. Die teilweise jugendlichen Täter gehen zunehmend aggressiv und gewalttätig gegen ihre Opfer vor.

Die Polizei rät:

  • Gehen Sie auf Abstand zu Bittstellern und vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt!
  • Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen und Straftaten sofort die Polizei über die Rufnummer 110 oder per Notfallfax (Link setzten zum Notfallfax auf der Internetseite)

Weitere Informationen und Präventionstipps zum Thema Trickdiebstahl durch Spendensammler und Raub am Geldautomaten finden Sie hier. (Link setzten zum PDF Präventionstipp Spendensammler)

 

Taschendiebstahl

Jede(r) kann Opfer eines Taschendiebstahls werden. Häufig stehen ältere Menschen, Frauen mit Handtasche, Kinderwagen oder Einkaufswagen und alle Personen, die Gepäck, Taschen, Rucksäcke oder Einkaufstüten tragen, bevorzugt im Fokus der Taschendiebe.

 

 

Brennpunkte des Taschendiebstahls sind Bereiche, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, zum Beispiel:

  • in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen und Bahnhöfen
  • in Einkaufszentren,  Fußgängerzonen
  • in Kaufhäusern, Supermärkten, Märkten aller Art
  • bei Großveranstaltungen, Messen und Volksfesten.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie wachsam und rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken wollen, um Sie zu bestehlen. Bleiben Sie vorsichtig, wenn Sie von Unbekannten angesprochen werden - mit welchem Anliegen auch immer.
  • Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper. In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten Sie auch Rucksäcke immer verschlossen unter dem Arm tragen.
  • Notieren Sie niemals die vierstelligen PIN-Codes von Debit- oder Kreditkarten sowie Mobiltelefonen, sondern lernen Sie diese auswendig.

Wenn Sie doch einmal Opfer geworden sind oder einen Diebstahl beobachten:

  • Verständigen Sie umgehend die Polizei über die Rufnummer 110.
  • Lassen Sie beim Diebstahl Ihrer Geldbörse sofort die Debit- oder Kreditkarten sperren. Hierzu steht Ihnen unter der Telefonnummer: 116 116 ein gebührenfreier Sperrnotruf zur Verfügung.
  • Einen Taschendiebstahl sollten Sie umgehend bei der Polizei anzeigen. Dort kann die Debitkarte (z. B. Girocard, früher auch als ec-Karte bezeichnet) durch das so genannte KUNO-Sicherheitssystem zügig für das elektronische Lastschriftverfahren gesperrt werden. Beim elektronischen Lastschriftverfahren braucht ein Dieb keine Geheimzahl, um die Karte missbräuchlich einzusetzen.

Weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Taschendieben finden Sie unter PDF Icon Präventionstipps Taschendiebstahl

 

Fahrraddiebstahl

Die Sonne scheint, Ausflüge sind verlockend und viele Menschen holen - besonders im Sommer- ihre geliebten Räder aus Garagen, Kellern und Schuppen. Und auch die Diebe freuen sich auf diese lukrative Zeit.

Die Polizei rät:

  • Kennzeichnen Sie Ihr Fahrrad individuell
  • Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit einem massiven Schloss am Rahmen an einem festen Gegenstand an.

 

Präventionstipps zum Thema Fahrraddiebstahl und ein Fahrradpass können PDF Icon hier heruntergeladen werden.

Der Fahrradpass vor Ihrer Polizei steht auch als App zur Verfügung (in Kooperation mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes). Dort können Sie zum Beispiel alle Daten eintragen und auch Fotos von ihrem Rad hochladen.

Weitere Tipps, wie Fahrradbesitzer ihr Fahrrad vor Dieben schützen können, finden sie im Faltblatt „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“. Das Faltblatt liegt bei den Kriminalkommissariaten Kriminalprävention/Opferschutz aus und kann auch im Internet eingesehen, bzw. heruntergeladen werden (www.polizei-beratung.de/ Themen und Tipps/ Diebstahl und Einbruch/ Diebstahl von Zweirädern).

 

Metalldiebstahl

Für Diebe sind Metalle aller Art eine lohnende Beute. Nahezu alle Gegenstände aus Metall werden gestohlen, die Palette reicht von Grableuchten, Hausnummern und Dachrinnen bis hin zu tonnenschweren Metallladungen.

Die Polizei rät:

  • Sichern Sie alle Öffnungen des Gebäudes/Geländes (z. B. Fenster, Kellerzugänge, Oberlichter, Schächte, Zäune) durch den Einbau von Einbruch hemmenden, geprüften und zertifizierten Produkten.
  • Kennzeichnen Sie vor allem hochwertige Metallgegenstände dauerhaft (z. B. mit Gravuren, UV-Stiften, eingeschlagenen Nummern).
  • Sichern Sie vor allem große oder hochwertige Metallgegenstände durch stabile Verankerungen (z. B. Einbetonieren, Verschweißen) im Erdreich oder Mauerwerk.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Einbruch/ein Diebstahl geschieht oder droht, alarmieren Sie bitte sofort die Polizei über die Rufnummer 110 oder per Notfallfax.
  • Lassen Sie sich kostenlos durch die technischen Fachberater/innen der Kriminalkommissariate Kriminalprävention/Opferschutz (KK KP/O) Ihrer Polizeibehörde beraten. Eine Übersicht über die Beratungsstellen der Polizei NRW finden Sie auf der Internetseite: www.riegelvor.nrw.de

Weitere Präventionstipps zum Thema Metalldiebstahl können unter  PDF Icon Präventionstipps Metalldiebstahl eingesehen, bzw. heruntergeladen werden.

 

Wohnungseinbruchdiebstahl

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock. Dabei macht den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.

Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Mehr als jeder vierte Wohnungseinbruch bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und durch aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert.

 

 

 

Die Polizei NRW hat zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität im Jahr 2011 die Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ ins Leben gerufen.

 

Die Kampagne umfasst die Kernbotschaften:

•          Achten Sie auf verdächtige Personen/Situationen

•          Rufen Sie im Verdachtsfall sofort die Polizei über 110

•          Lassen Sie sich neutral und kostenlos von Ihrer Polizei zum Einbruchschutz beraten

Ratschläge darüber, wie Sie sich und Ihr Eigentum wirkungsvoll schützen können sowie eine Übersicht über die Beratungsstellen der Polizei NRW erhalten Sie auf der Internetseite: www.riegelvor.nrw.de

Weitere Informationen zum Thema Wohnungseinbruch erhalten Sie auch in der Broschüre „Ungebetene Gäste“. Die Broschüre finden Sie auf der Internetseite des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter: www.polizei-beratung.de (Seite: Themen und Tipps / Diebstahl und Einbruch / Einbruchsdiebstahl)

 

Diebstahl rund ums Kfz

Gestohlen werden die Kraftfahrzeuge entweder, um sie zeitweise selbst zu nutzen (z. B. für Straftaten), um sie zu oder ihre Teile zu verkaufen. Gerade hochwertige PKW sind oft, bevor der Diebstahl entdeckt wird, schon auf dem Weg ins Ausland, um dort veräußert zu werden.

Autoknacker haben es darüber hinaus auf Navigationsgeräte, Autoradios, Mobiltelefone und im Fahrzeug zurückgelassene Wertsachen wie Handtaschen, Geldbörsen, Computer oder Kameras abgesehen.

Die Polizei rät:

  • Lassen Sie keine Wertsachen (z. B. Handtasche, Kameras, Handy) und kein Bargeld im Auto liegen, auch nicht im Kofferraum. Signalisieren Sie durch ein offenes Handschuhfach: Hier ist nichts zu holen.
  • Lassen Sie ein mobiles Navigationsgerät nicht im Fahrzeug zurück. Verschließen Sie bei Verlassen des Fahrzeugs immer Fenster, Türen, Kofferraum, Schiebedach und Tankdeckel. Ein abgeschlossener Tankdeckel erschwert einem Dieb z. B. das Tanken zum „Nulltarif“.
  • Stellen Sie Ihr Fahrzeug möglichst in eine verschließbare Garage, auf einem bewachten Parkplatz oder zumindest an einem gut beleuchteten Platz ab.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Einbruch/ein Diebstahl geschieht oder droht, alarmieren Sie bitte sofort die Polizei über die Rufnummer 110 oder per Notfallfax. (Link zum Notfallfax setzten)
  • Lassen Sie sich kostenlos durch die technischen Fachberater/innen der Kriminalkommissariate Kriminalprävention/Opferschutz (KK KP/O) Ihrer Polizeibehörde zur Sicherung von Kraftfahrzeugen beraten. Eine Übersicht über die Beratungsstellen der Polizei NRW finden Sie auf der Internetseite: www.riegelvor.nrw.de

Weiter Präventionstipps zum Thema „Diebstahl rund ums Kfz“ und „Motorraddiebstahl“ finden Sie auf der Internetseite des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes  (www.polizei-beratung.de / Themen und Tipps / Diebstahl und Einbruch: „Diebstahl rund ums Kfz“ und „Diebstahl von Zweirädern“).

Dort finden Sie auch Herstellerverzeichnisse für Kraftfahrzeugsicherungen und Kfz-Ortungssysteme. Weiterführende Informationen zum Thema Ortungssysteme erhalten Sie auch im Kfz-Fachhandel und bei Automobilclubs.

Grundsätzlich gilt jedoch, beugen Sie vor, denn Ortungssysteme können Diebstahl weder verhindern noch erschweren.

 

Betrug     

Anlagebetrug

Mit dem Thema Geldanlage, sind viele Verbraucher häufig überfordert. Betrüger nutzen die Unsicherheit und das Unwissen der Menschen aus und bringen sie im Extremfall um ihr Erspartes.

  • Seien Sie immer skeptisch bei einem scheinbar guten Angebot einer Geldanlage
  • Prüfen Sie immer den Anbieter des Angebotes, egal von wem er empfohlen wird

Weitere Tipps zum Schutz vor Anlagebetrug finden Sie in den gemeinsamen PDF Icon Präventionstipps des LKA NRW und der Verbraucherzentrale NRW.

 

Zahlungskartenbetrug

Der bargeldlose Zahlungsverkehr mit Kreditkarten und Debitkarten mittels PIN-Eingabe oder elektronischem Lastschriftverfahren (ELV) ist heute eine selbstverständliche Bezahlmöglichkeit. Den weit verbreiteten Einsatz des "Plastikgeldes" machen sich viele Täter zu Eigen. In der Regel gelangen die Täter durch Diebstahl (Taschendiebstahl in Bussen und Bahnen, Märkten, Cafes, Büros, Krankenhäuser) oder durch Einbruch (in Fahrzeuge, Büros, Wohnungen) in den Besitz der Zahlungskarte bzw. der Daten der Zahlungskarte. Darüber hinaus können die Täter durch Ausspähen der PIN am Geldausgabeautomat oder beim Bezahlen im Geschäft in deren Besitz kommen. Sollte eine Zahlungskarte entwendet oder anderweitig abhanden gekommen sein, gilt es schnellst möglichst zu handeln.

Lassen Sie die Karte sofort sperren:

Die Zentrale Sperrnotrufnummer: 116 116 kann auch aus dem Ausland gewählt werden. Hierfür wird zusätzlich die Landesvorwahl (meist) 0049 benötigt (für schwerhörige, ertaubte, gehörlose und sprachgeschädigte Menschen ist der Sperr-Notruf 116 116 auch über einen textbasierten Dialog per Fax erreichbar).  Aus dem Ausland, ist der Sperr-Notruf auch unter der Rufnummer +49 (0) 30 / 40 50 40 50 zu erreichen.

Tipps zum Schutz gegen den Zahlkartenbetrug gibt das Faltblatt „Vorsicht Kartentricks“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Das Faltblatt finden Sie auf der Internetseite des ProPK unter: www.polizei-beratung.de (Seite: Themen und Tipps / Betrug / EC-und Kreditkartenbetrug).

 

Lastschriftbetrug und Gewinnabzocke

 

Falschgeld

Wie erkenne ich falsche Euronoten?

Bei aufmerksamer Prüfung der Sicherheitsmerkmale ist ein Erkennen von Banknotenfälschungen zumeist auch ohne technische Hilfsmittel möglich.

Prüfen Sie immer die Sicherheitsmerkmale. Es dauert nur ein paar Sekunden.

  • Fühlen Sie die Oberfläche - besondere Drucktechniken verleihen den Banknoten ihre einzige Struktur.
  • Sehen Sie sich eine Banknote an und halten Sie sie gegen das Licht: Das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und die unvollständige Zahl werden sichtbar. Alle drei Merkmale sind bei echten Banknoten auf der Vorder- und Rückseite zu sehen.
  • Kippen Sie die Banknote: Auf der Vorderseite der Banknoten erscheinen im Hologramm je nach Betrachtungswinkel wechselnde Motive. Auf der Rückseite wird der Glanzstreifen (bei 5-€-, 10-€- und 20-€- Banknoten) bzw. die Zahl mit Farbwechsel (bei 50-€-, 100-€-, 200-€- und 500-€- Banknoten) sichtbar.

Zusätzliche Hilfsmittel:

  • Benutzen Sie eine UV-Lampe
  • Benutzen Sie eine Lupe

Weitere Informationsmöglichkeiten:

  • Die Deutsche Bundesbank stellt ein umfangreiches Informationsangebot mit Tipps zur Falschgelderkennung im Internet zur Verfügung. Dort können auch kostenlos Informationsmaterialien (Broschüren und Poster) und ein interaktives Lernprogramm „Falschgeld erkennen“ bestellt werden.

 

Betrug im Internet                 

 

Elektronischer Geschäftsverkehr (E-Commerce)

 

Raub                                                      

Handtaschenraub

Handtaschenräuber vermeiden zumeist die offene Auseinandersetzung mit dem Opfer. Sie setzen auf Überraschung, Körperkraft und Schnelligkeit und entreißen dem Opfer die Handtasche im Vorbeilaufen/-fahren (Fahrrad, motorisiertes Zweirad oder Inliner). Überwiegend sind einzelne, ältere Frauen Opfer, die z. B. an Geldinstituten beobachtet und von dort bis an ihr Wohnhaus verfolgt und überfallen werden.

Die Polizei rät:

  • Tragen Sie Wertsachen in der Kleidung verteilt immer dicht am Körper. Nutzen Sie die Innentaschen Ihrer Kleidung.
  • Achten Sie beim Abheben von Geld darauf, dass Sie nicht beobachtet werden. Zählen Sie Geld nicht in der Öffentlichkeit nach.

In den Fällen, in denen Sie auf Ihre Handtasche nicht verzichten möchten/können:

  • Klemmen Sie Ihre Tasche verschlossen unter den Arm. Tragen Sie sie auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite.
  • Wenn Sie Opfer oder Zeuge eines Handtaschenraubes geworden sind, alarmieren Sie umgehend über die Rufnummer 110 oder Notfallfax die Polizei.

Und zum Schluss noch ein besonders wichtiger Hinweis:

Üben Sie in aussichtsloser Situation keine Gegenwehr. Befolgen Sie jede Täterforderung, insbesondere wenn diese mit Waffen erfolgt. Kämpfen Sie nicht um die Tasche. Halten Sie sie nicht fest, wenn Räuber sie entreißen wollen. Die Verletzungsgefahr durch Stürze, Gewaltanwendung oder Mitschleifen ist groß. Sachwerte sind ersetzbar - oft auch versichert -; Ihre persönliche Unversehrtheit geht immer vor!

Weitere Informationen zum Handtaschenraub und Raub im Allgemeinen, finden Sie auf der Internetseite des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter: www.polizei-beratung.de (Seite: Themen und Tipps / Raub / Handtaschenraub)

 

Sonstiges

Arzneimittelkriminalität

Bei Arzneimitteln, die im Internet oder im Ausland besonders günstig angeboten werden, ist besondere Vorsicht geboten. Oft handelt es sich bei den Medikamenten um Fälschungen, deren Wirkstoff sogar gesundheitsschädlich sein kann.

Die Polizei rät:

  • Kaufen Sie Medikamente nicht auf Websites, die verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept anbieten.
  • Seien Sie vorsichtig bei Online-Rezepterstellungen. Das ist nicht zulässig. Um ein rezeptpflichtiges Arzneimittel bestellen zu können, müssen Sie das von Ihrem Arzt ausgestellte Rezept im Original der Versandapotheke zusenden.
  • Hände weg von Arzneimitteln, die nicht original verpackt sind.

Weitere Informationen zum Thema Arzneimittel finden Sie auf der Internetseite des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter: www.polizei-beratung.de (Seite: Themen und Tipps / Betrug / Arzneimittel)

Zusätzlich hat die Verbraucherstelle NRW (VZ NRW) auf ihrer Internetseite www.vz-nrw.de eine Checkliste „Die passende Apotheke finden“ eingestellt. Geben Sie auf der Internetseite der VZ NRW den Suchbegriff „Arzneimittel“ ein.)

 

Unseriöse Handwerks-Notdienste

Unter den Handwerker-Notdiensten, z. B. Schlüsseldiensten, gibt es einige schwarze Schafe, welche Notsituationen ihrer Kunden gezielt ausnutzen.

Die Vorgehensweisen sind vielfältig. Nicht selten beschäftigen sich Gerichte mit dem Thema. Anzeigen von Opfern oder Institutionen, wie der IHK oder der Wettbewerbszentrale sind erfolgversprechend und auch die Verbraucherzentrale (VZ NRW) mahnt regelmäßig ab.

Weitere Informationen zum Thema „unseriöse Handwerks-Notdienste“ hat die VZ NRW auf deren Internetseite www.vz-nrw.de eingestellt. Geben Sie dort den Suchbegriff „Notdienste“ ein.

 

Unerlaubte Telefonwerbung (Cold Calls)

Seit August 2009 gilt das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung. Trotzdem versuchen nach wie vor zahlreiche unseriöse Firmen Menschen durch unerwünschte Anrufe abzuzocken

Ziel des Anrufs ist, einen Vertragsabschluss zu erreichen, den Angerufenen beispielsweise dazu zu überreden, an einem Gewinnspiel teilzunehmen, eine Zeitschrift zu abonnieren oder den Telefonanbieter zu wechseln. Dabei fragen die Anrufer auch persönliche Daten ab, unter anderem die Kontodaten. Zunehmend agieren zwielichtige Firmen unter falschem Namen. Sie geben sich z. B. als "Verbraucherzentrale" aus und versuchen den guten Ruf seriöser Institutionen für Ihre Betrugsmaschen zu nutzen.

Die Polizei rät:

  • Lassen Sie sich nicht auf lästige Werbeanrufe ein. Legen Sie einfach den Hörer auf!
  • Erhalten Sie unerlaubte Werbeanrufe, notieren Sie sich Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufs sowie Namen, Unternehmen und Rufnummer des Anrufers. Wenden Sie sich mit diesen Informationen an Ihre örtliche Verbraucherzentrale.
  • Am Telefon abgeschlossene Verträge sind gültig! Wenn Sie eine Auftragsbestätigung erhalten, obwohl Sie lediglich der Zusendung von Informationsmaterial zugestimmt haben, widerrufen Sie umgehend und zwar schriftlich, am besten per Einschreiben.
  • Geben Sie bei jedem Vertragsabschluss nur die hierzu notwendigen Daten an.
  • Geben Sie nie Ihre Kontonummer preis, wenn Sie den Gesprächspartner nicht kennen.
  • Stimmen Sie nicht der Nutzung Ihrer Telefonnummer zu Werbezwecken zu. Falls Sie es doch einmal tun: Ein einmal gegebenes Einverständnis können Sie - auch telefonisch - widerrufen

Weitere Informationen zum Thema „Unerlaubte Werbeanrufe“ finden Sie auf der Internetseite des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter: www.polizei-beratung.de (Seite: Themen und Tipps / Betrug / „Unerlaubte Werbeanrufe“).

 

 

 

 

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